Gespräch + Konzert = Gesprächskonzert?

Das Anliegen der Musiker ist es, die Werke von Komponisten jüdischer Herkunft, die in den Jahren 1933 bis 1945 verfemt, verfolgt, vertrieben oder in den KZs ermordet wurden, einem breiten Publikum zu Gehör zu bringen. Diese versunkene Kultur enthält viele musikalische Kostbarkeiten, die zu Unrecht bis heute höchst selten oder gar nicht zur Aufführung gelangen.

Das Orchester, welches schon 2007 gegründet wurde, spielte vor den Schülern der Klassenstufe 10 Werke von zwei Künstlern. Zum Auftakt wurden zwei Stücke von Felix Mendelssohn, welcher selbst schon mit nur 14 Jahren die Sinfonia in C schrieb, vorgestellt.

Michael Hurshell gab jeweils eine kurze Einleitung – wobei er Künstler und Werk vorstellte. Besonders interessant war der zweite Komponist – Erich Wolfgang Korngold. Berühmt wurde dieser durch die Oper Die tote Stadt (1920). Korngold musste 1934 in die USA übersiedeln,  dort komponierte er Filmmusik u.a. für Robin Hood und König der Vagabunden – wofür er zwei Oscars bekam.

Gesprächskonzert – für die meisten ein neuer Begriff – beinhaltet aber auch das Wort „Gespräch“. So begann nach ca. 40 Minuten begeisternder Streichmusik, das Gespräch. Herr Hurshell ließ alle Fragen zu und beantwortete auch alle. Die Schüler stellten hauptsächlich Fragen zum Orchester, zu den Auftritten und auch zu den beiden vorgestellten Komponisten.

Nach einer reichlichen Stunde wurde die Kammerphilharmonie mit einem tosenden Applaus verabschiedet. Nicht nur die Schüler waren von dem Erlebnis begeistert auch die Musiker waren von unserer Schule und unseren Schülern äußerst positiv überrascht.

Möglich gemacht wurde diese Veranstaltung vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus – welches auch die Finanzierung übernahm.

Alle waren sich einig, dass so eine tolle Konzertveranstaltung gern ein zweites Mal hier in Frankenberg durchgeführt werden kann.

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