Exkursion KZ Sachsenburg
Gisela Heiden, ein Mitglied der „Lagergemeinschaft KZ Sachsenburg, informierte uns zunächst über die Geschichte des KZ, welches als eines der ersten Konzentrationslager in Deutschland 1933 gegründet wurde. Unter anderem erzählte sie wie die Lebensbedingungen der Häftlinge, die durch Zwangsarbeit, Hunger und Misshandlungen geprägt wurden, waren.
Im Anschluss an diese Einführung sahen wir uns das Theaterstück "Der Prozess des Hans Litten" unter der Regie von Marcus Kaloff an, das von einer kleinen, authentischen Schauspielgruppe inszeniert wurde. Die Geschichte Hans Littens, der Adolf Hitler vor Gericht bloßstellte und infolgedessen in ein Konzentrationslager geschickt wurde, wurde eindrucksvoll dargestellt. Die Schauspieler zeigten, wie er, Erich Mühsam und Carl von Ossietzky trotz der Gefangenschaft und der Leiden, welche damit einher gingen, humorvoll und hoffnungsvoll blieben und sich für den Erhalt der Demokratie einsetzten. Zeitgleich erlebten wir mit, wie seine Mutter Irmgard Litten um das Leben ihres Sohnes kämpfte.
Nach der Theateraufführung teilten wir uns in Arbeitsgruppen auf und bearbeiteten im Beisein einiger der Schauspieler verschiedene Aufgaben, um uns emotional intensiver mit den Themen und uns selbst auseinanderzusetzen.
Der Ausflug ins KZ Sachsenburg war eine lehrreiche Erfahrung, durch die wir uns noch intensiver mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandersetzen konnten.
Für diese Erfahrung sind wir sehr dankbar und werden die Erinnerungen an diese Exkursion sicherlich nie vergessen.
Unser Dank gilt Frau Illig, Frau Dunkel, Herrn Lepke und dem Schauspiel-Ensemble, die uns ermöglichten, die Geschichte hautnah zu erleben.