Berlinfahrt

Retrospektive einer politischen Ausfahrt nach Berlin

                     

“Politik hautnah erleben” hieß es für uns Zwölftklässler im Rahmen einer zweitägigen Tagung des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung auf Anregung des Herrn Abgeordneten Prof. Dr. Heiko Hessenkemper (AfD) in Berlin. In engagierter Begleitung von Frau Weinzierl und Herrn Holemski erlebten wir ein anspruchsvolles und zugleich sehr informatives Programm.

Eine an politischen Punkten orientierte Stadtrundfahrt setzte zunächst einige Impulse. So wurden verschiedene Botschaften angefahren, der für manche erste Schritt durch das Brandenburger Tor gewagt und ein Halt am Gendarmenmarkt gemacht.

Zu einer prägenden Erfahrung ist die anschließende Diskussion mit einem Mitglied des Bundestags im Paul-Löbe-Haus geworden. Ulrich Oehme, MdB als Vertreter des Herrn Hessenkempers referierte dabei zunächst über seine Berufstätigkeit und musste ferner kritische Fragen der Schülerinnen und Schüler beantworten.

Die Besichtigung des Plenarsaals und ein abschließender Vortrag über die Aufgaben und die Arbeit des Parlaments sowie ein Besuch der Kuppel zählten zu den letzten Programmpunkten des ersten Tages.

 

Nachdem wir, einem üppigen Frühstück folgend, unser Hotel verließen, wurden unsere übermüdeten Geister durch Referenten der Gedenkstätte des Deutschen Widerstands geweckt. Brisante Details zum Wirken verschiedener Widerstandsgruppen sowie das Aufzeigen der rabiaten Intervention des nationalsozialistischen Regimes gegen jene Akteure verstärkten dies.

Nach einem Aufenthalt im Sony-Center am Potsdamer Platz, rundete eine, die ehemalige Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen betreffende, exzellente Führung unsere Reise ab. In einer überwältigend fulminanten Weise schilderten die zwei Zeitzeugen Edda Schönherz und Karl Heinz Richter ihre erschreckend furchtbaren Erlebnisse, appellierten an unser Demokratieverständnis sowie an die Bewahrung des Meinungspluralismus in unserer Gesellschaft.

 

     “Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt von morgen aussieht.” - Boris Pasternak

 

Letztendlich reflektiert jener Ausspruch des russischen Intellektuellen und Künstlers Boris Pasternak im Allgemeinen die Lehre, die wir aus unserer zweitägigen politischen Fahrt nach Berlin ziehen konnten. Wir müssen daher immer bedenken, dass wir als junge Generation dazu angehalten sind, gemeinsam zu wirken und uns zu engagieren, damit wir die Welt von morgen demokratisch gestalten können.

 

Roman Häußler im Namen aller Beteiligten

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