Eines vorab: Meine Hochachtung den Organisatoren der Veranstaltung und all den Mitwirkenden.
Viele Dinge, die im Hintergrund passieren, wofür es keinen Applaus gibt, möchte ich hiermit würdigen.
Angefangen bei Eintrittskarten drucken, Programm zusammenstellen und Programmheft drucken, Einlass organisieren, um die Technik kümmern und die sogenannten Hilfsarbeiten machen, wie zum Beispiel die Mikrofone in die richtige Stellung bringen, Instrumente schleppen, die Moderation zusammenstellen, eine Probe am Donnerstag organisieren und am Freitag schon ab 15.00 Uhr da sein zur Generalprobe. Alles Arbeiten die keiner sieht und einen immensen Zeitaufwand bedeuten und wohlgemerkt das alles nach der Schule.
Und dann war es soweit – Vorhang auf – lächeln und souverän durch das Programm führen. Dabei sind alle keine Profis und das ist gut so.
Es war wieder eine gelungene Veranstaltung. Das Programm war bunt und vielseitig und bei manch einem Titel stellte sich auch ein Gänsehautfeeling ein, oder das Publikum klatschte einfach vor Begeisterung mit. Es gab Gruppen und Solisten und auch die Rockmusik kam nicht zu kurz. Die sportlichen Leistungen waren hervorragend und man konnte sehen, wie viel Fleiß der Akteure und Trainer dahintersteckt. Jeder der Jungen Talente gab sein Bestes , ob sportlich, gesanglich oder instrumental.
Das Fest der Jungen Talente ist vor vielen Jahren von Kurt Stampniok ins Leben gerufen worden und seit dem zur schönen kulturellen Tradition des Martin- Luther-Gymnasiums und der Stadt Frankenberg geworden. Umso verwunderter muss ich feststellen, dass sehr wenige Lehrer der Schule, ebenso der Mitglieder der Stadtverwaltung Frankenberg Interesse an solch einer Veranstaltung zeigten und das als Stadt, die sich Kultur und Bildung auf die Fahnen geschrieben hat. . Braucht denn so eine Veranstaltung eine „extra“ Einladung?
Für mich, als Vorstandsmitglied des Fördervereins, ist es selbstverständlich Pflicht dabei zu sein, der Verein ist ein Teil der Schule und des außerschulischen Geschehens, das sollte auch jeder Lehrer so sehen. Es geht um „unsere Schule“, es geht um unsere Arbeit, um unsere Schüler.
Es gibt genug negative Schlagzeilen über die desinteressierte „Jugend von heute“.
Machen wir doch gemeinsam die positive Schlagzeile größer. Ja, es gibt sie, die engagierten, talentierten und fleißigen Jugendlichen und erkennen wir dies doch an mit unserer Teilnahme und unserem Applaus.
Wenn wir junge Talente fördern wollen, wenn wir eine kulturelle Tradition wollen, dann müssen wir Erwachsene das auch zeigen. Wenn es von dieser Seite kein Feedback gibt und den Jugendlichen nicht gezeigt wird, dass das, was sie tun, wichtig und großartig ist, wird diese Veranstaltung sterben, wie schon so vieles, was gut angedacht war.
Heike Eschrich